Ein Verlust der schmerzt

Ich zitiere eine Stelle aus meinem Tagebuch

 

Es ist der 15/05/2014, Genau um 6:25 Uhr in der Früh, Markus seine Stimmer holte mich mit den Worten >>Martina du musst aufstehen, es ist was schlimmes passiert<< aus dem Schlaf. Gerade als ich die Augen auf machte sagte er zu mir >>Papa ist tot!<< Im Schlaf sagte ich zu ihm >>Verarsch mich nicht!<< Doch dann stand Yvonne (die Frau von meinem Vater) hinter meinem Bruder, mit Tränen in den Augen sagte sie >>Doch das stimmt, er hatte 4 Herzinfakte<<

 Bis dato habe ich nie wirklich um meinen Vater trauern können, der Schmerz sitzt zu tief, der schmerz das er einfach tot ist und nicht mehr da ist, aber auch der Gedanke was ich falsch gemacht habe, das ich für ihn nie wirklich existiert habe, denn zu lebzeiten hat er sich nie wirklich um mich gekümmert. Ich hatte meine Zeit mit ihm, auch wenn sie nur sehr kurz war und ja ich habe ihn auch geliebt, denn ohne ihn würde es mich auch nicht geben, aber..

Seine Frau ist das größte Miststück was ich jemals kennengelernt habe, wegen ihr gab es keine Beerdigung, nicht einmal eine Trauerfeier, nein, sie hat ihn verbrennen lassen und im beisein von meinen sechs halbgeschwistern hat sie ihn in Holland auf irgendeiner Wiese verstreut. Mein Leiblicher Bruder Markus und ich wir hatten nicht die Chance uns ein letztes mal von ihm zu verabschieden, keiner durfte das, nicht einmal seine Geschwister, sowie seine Freunde. Aber das schlimmste für mich Persönlich ist, das mein Vater nicht einmal ein Grab hat, wo ich zum trauern hin gehen kann...

1.11.14 13:43, kommentieren

Ein Leben ohne Liebe

Hallo ihr lieben und nicht lieben
 
Mit meinem ersten post möchte ich mich kurz vorstellen und euch ein wenig über mich erzählen.
Als Kind hatte ich es nicht immer einfach, da meine Eltern sich hauptsächlich nur um meinen kleinen Bruder gekümmert haben. Ich habe mich bis heute immer wie ein schwarzes Scharf in der Familie gefühlt. Als würde ich nicht dazu gehören, als würde ich nicht existieren. Die meiste Zeit habe ich bei meinen Großeltern verbracht, die einzigen Menschen aus der Familie bei denen ich mich wohl gefühlt habe. Als ich 14 war starb mein Opa es hat mir den Boden unter den Füßen weg gezogen. Heute fast 12 Jahre nach seinem Tot kümmere ich mich noch immer um meine Oma, die mittlerweile 82 Jahre alt ist und theoretisch jeden Tag sterben könnte.
 
Damals als ich noch 14 'Jahre alt war, hatte ich oft streß mit meiner Mutter, so das wir entschieden das ich zu meinem Vater ziehen sollte, was ich dann auch tat. Er hatte wieder neu geheiratet und mit der Frau sechs Kinder. Ich habe mich mit seiner Frau nie wirklich verstanden, als ich 16 war ging ich ins Betreute Jugendwohnen, da es immer wieder und wieder streitereien mit der Frau gab. Ja auch da fühlte ich micht nicht verstanden und auch nicht akzeptiert. Mit 18 bekam ich meine eigene Wohnung und hatte meine innere Ruhe wieder.
 
Heute im Alter von 25 Jahren lebe ich mit meinem Bruder und einem Guten Freund zusammen. Obwohl ich nie alleine bin, bin ich trotzdem einsam. Es ist so ein unbeschreiblich schreckliches Gefühl. In den ganzen Jahren habe ich nie die Liebe gefunden und auch nie Liebe bekommen. Während meine Freunde alle einen Lebenspartner und oder Kinder haben, stehe ich hier und frage mich was ich in meinem Leben habe. Ich habe meine Freunde die nur von ihren Partner oder von ihren Kindern reden, ich darf jeden Tag aufs neue mit ansehen wie meine Freunde meine Träume leben und ich vor dem Ende meiner Seele stehe. Innerlich bin ich schon lange tot und mein Herz schlägt nur noch um mich am leben zu halten. Ich kann von mir selber sagen das ich ein fürsorglicher und Hilfsbereiter Familienmensch bin, aber was ist schon ein Leben ohne Liebe? Das Leben schenkt mir obwohl ich nur Gutes tue nur Pech. Aber was mache ich? Ich rege mich darüber schon lange nicht mehr auf, denn es bringt sowieso nichts mehr, nein ich warte darauf das mein Leben endlich ein Ende findet. Ja ich bin depressiv und ja ich gehe auch zur Therapie, aber das hilft mir auch nicht weiter, denn nur über seine Probleme zu reden löst keine Probleme und Liebe bringt einem das reden auch nicht. So kann mir auch keiner helfen, denn wer die Liebe hat, der kann nicht nachvollziehen wie es einem Menschen geht, der die Liebe noch nie hatte und auch jetzt nicht hat. Ich wollte immer heiraten und Kinder bekommen, doch jetzt wo ich Erwachsen bin und sehe wie die Menschen sind und das sie alle nur egoistisch sind und sehr viele nur Sex anstatt Liebe suchen, will ich das alles nicht mehr, nein ich will einfach nur das alles ein Ende hat. Nicht unbedingt durch den tot, ich will einfach nur das es aufhört weh zu tun.
 
Aber wer versteht das schon? Wer weiss schon wie es ist ein Leben ohne Liebe zu führen wenn man selbst die Liebe kennengelernt hat? Wer weiss schon wie es einem Menschen ohne Liebe geht, aber Tag für Tag von Liebenden umgeben ist? Wenn wir sterben ist es auch egal ob wir die Liebe hatten oder auch nicht, denn im Endeffekt sterben wir alleine.
 
Was ist schon ein Leben ohne Liebe...

1 Kommentar 1.11.14 13:29, kommentieren